Antikapitalistische Demonstration: Widerständig und Solidarisch im Alltag – Organize!
Zwangsräumung verhindern – Redebeitrag

Mieten in Berlin sind der Horror. Jeder Brief vom Vermieter bedeutet Stress, versucht er uns zu kündigen? Droht eine Zwangsräumung? Und es ist klar: Eine neue Wohnung zu finden, ist fast unmöglich. Bekannte erzählen von Dutzenden Leuten bei Wohnungsbesichtigungen, auch für Bruchbuden muss man nun horrende Mieten zahlen, viele müssen in Außenbezirke ziehen.

Und es wird immer schlimmer. Immer mehr müssen wir für die Miete zahlen, immer weniger bleibt für den Urlaub oder das Essen.

Und das alles wegen dem scheiß Kapitalismus. Die Reichen werden durch den Mietenwahnsinn immer reicher und wir leiden darunter. Der Wohnungsmarkt tritt das Menschenrecht auf Wohnen mit den Füßen. Die Politik beschützt die Vermieter. Sie setzen die Polizei ein um Wohnungen gewaltsam zu räumen. Überall werden Wohnungen gebaut, aber fast immer nur teure Eigentumswohnungen. Für die normalen Mieter*innen macht die Politik nichts. Jetzt will der Berliner Senat sogar Schulen privatisieren. Gehts noch?

So kann es nicht weitergehen. Wir müssen das Recht auf Wohnen durchsetzen, der Wohnungsmarkt gehört abschafft und die Häuser sollen endlich uns gehören und vergesellschaftet werden.

Es gibt Hoffnung. 25.000 Menschen waren vor zwei Wochen auf der riesigen Demonstration gegen den Mietenwahnsinn. Ganz verschiedene Leute überall aus Berlin versammelten sich. Es war sehr beeindruckend, kilometerlang zog sich der Demozug, der Busverkehr brach zusammen, weil alle zur Demo fahren wollten.

Wir verhindern schon lange Zwangsräumungen mit Briefen, Blockaden und Sit-Ins, zusammen mit den Betroffenen. Und wir haben immer von der Selbstorganisierung der Mieter*innen gesprochen. Und jetzt passiert es einfach. Es gibt eine große Dynamik. In ganz Berlin sind Initiativen aktiv geworden, Häuser organisieren sich, Mieter*innen wehren sich.

Diese Dynamik müssen wir weitertragen und ausbauen. Hier im Wedding droht ganz akut die Zwangsräumung einer WG. Letzte Woche wurde die Räumung abgesagt, aber sie könnte in den nächsten Wochen erneut angesetzt werden. Aber dann werden wir auch da sein. Und uns der Zwangsräumung entschlossen entgegenstellen.

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