Antikapitalistische Demonstration: Widerständig und Solidarisch im Alltag – Organize!
Berliner Obdachlosenhilfe – Redebeitrag

Immer mehr Menschen leben auf der Straße. Sie sind diejenigen, die am Ende der Kette aus Armut, Mieterhöhung und Zwangsräumung stehen. Wer dem ständigen Leistungsdruck des Kapitalismus nicht entsprechen kann oder will wird rausgeworfen, zwangsgeräumt, weggesperrt. Statt Hilfe erfahren die Betroffenen Verachtung und Ausgrenzung. Zur materiellen Not kommt die Abwertung armer und obdachloser Menschen.

Obdachlose Menschen haben kein Dach über dem Kopf und müssen jeden Tag aufs Neue um Essen, einen Schlafplatz und ihre Gesundheit ringen. Für uns sind das selbstverständliche Dinge, auf der Straße ist nichts davon vorhanden.

Politiker wie Stephan von Dassel hetzen mit rassistischen Parolen von „aggressiven osteuropäischen Obdachlosen“ den Mob von „besorgten Bürger*innen“ noch auf, verschlimmern die Situation der Betroffenen durch Räumungen und fordern die Abschiebung ausländischer obdachloser Menschen.

Faschisten versuchen mit kurzlebigen Suppenküchen für deutsche Obdachlose, die sie vor ein paar Jahren noch als „Volksschädlinge“ zu Tode geprügelt haben, Obdachlose und Geflüchtete gegeneinander auszuspielen.

Es geht heute aber auch um die lächerliche Politik des Berliner Senats. Unsere Finger wollen wir auf unsere sogenannten Stellvertreter im Senat richten. Ihnen sollte der Vorwurf gemacht werden kaum Politik für die Besserung der Lage der Obdachlosen getan zu haben. Es geht weiterhin nur um Armutsverwaltung und ein politisches weiter so in der Mühle Berlin. Viel zu wenig Gelder werden zur Verfügung gestellt und helfen höchstens für eine kurz anhaltende Linderung der Situation. In der Regel wird kaum etwas erreicht was die schlechten Lebensumstände der Bedürftigen nachhaltig verbessert. Es gibt genug für alle und niemand sollte täglich um seine Existenz kämpfen müssen. Obdachlosigkeit ist ein Skandal der zum Alltag in Berlin geworden ist.

Wir fordern: Wohnraum für Alle statt Luxusapartments für Wenige, Respekt für alle Lebensentwürfe statt Ausgrenzung von als unpassend Wahrgenommenen und öffentlichen Raum für Jede und Jeden statt Trinkverbote und Polizeischikane.

Wir wollen ein gutes Leben für Alle, unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder der Bereitschaft zur Lohnarbeit!

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